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Praktikum verschafft Einblick in den Arbeitsalltag

Besonders schönes Wetter hat er sich für sein dreiwöchiges Praktikum nicht ausgesucht: Dick eingepackt steht Christoph Heubes auf dem Hof des alten Bauernhofes, mischt Mörtel für das Team der Firma Horst Krebs und übt sich dann auch selber mit dem Fugeneisen. Für den Schüler der 9. Klasse der Johannesschule in Anrath ist es das erste Praktikum, mit dem er sich einen Eindruck vom Berufsleben verschaffen will. Ein weiteres soll im kommenden Schuljahr folgen, dann im Büro. Wobei sich der 14jährige jetzt schon im Klaren ist, dass es im Büro langweiliger werden dürfte.

Eigentlich packt Christoph Heubes gerne an. Dazu hatte er in den drei Wochen beim Maler- und Lackiererbetrieb Horst Krebs, der zusätzlich auf Bautensschutz spezialisiert ist,  genügend Gelegenheit, auch wenn er als Schüler noch nicht überall mit hin durfte, etwa aufs Gerüst. Wände schleifen, Tapeten abreißen, Mörtel anmischen und vieles mehr stand auf dem Programm. Was ihn erwartete, wusste Heubes schon vorher, denn er hatte sich im vergangenen Herbst im Rahmen des Berufsinformationstages der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung und der Stadt Willich ausführlich informiert. Christoph Heubes bestätigt, dass solche Praktika Sinn machen: "Man bekommt einen guten Eindruck, was man in dem Beruf alles machen kann." Und manch Praktisches bleibt haften: So zu fegen, dass es nicht staubt, will schließlich auch erst einmal gelernt sein.

Praktikanten einen Platz anzubieten, ist für Maler- und Lackierermeister Gregor Krebs selbstverständlich. "Das ist der erste Schritt hin zu einer qualifizierten Ausbildung", betont Krebs, "und sowohl der Betrieb als auch der Schüler können testen,  ob Person und Beruf zueinander passen." Schließlich kommt irgendwann die Zeit der Bewerbungen. Wer dann nicht weiß, was er später einmal machen möchte, hat natürlich schlechte Karten.
 

Bildzeile: Christoph Heubes übt den Umgang mit Mörtel und Fugeneisen. So hoch hinaus wie das Bautenschutz-Team des Meisterbetriebes Horst Krebs darf der 14-jährige Schüler allerdings noch nicht. Fotos: HWT21/Uwe Rieder